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Christophoruskirche

 

Schuckertdamm 338, 13629 Berlin

Die Christophoruskirche (ursprünglich: Evangelische Kirche Siemensstadt) wurde 1929-1931 vom Siemensbaudirektor  Prof. Hans Christoph Hertlein (1881-1963) erbaut. Ihre Einweihung fand am 6. Dezember 1931 (dem 2. Advent) im Beisein von Carl Friedrich von Siemens statt. Die Kirche ist ein Zentralbau (21 m Innendurchmesser und 10 m Innenhöhe) mit einem Kegeldach. Zur Straße hin steht der 32 m hohe Turm (Turmbesteigung zu festen Zeiten!), der fast gänzlich den dahinterliegenden Gottesdienstraum verbirgt.

 

Die Kirchenglocken

Im Turm befinden sich die drei Glocken aus Bronze. Die große Glocke (1,60 m Durchmesser, 1.650 kg) erklingt mit dem Ton cis, die mittlere Glocke (1,20 m Durchmesser, 896 kg) mit dem Ton e, die kleine Glocke (1,05 m Durchmesser, 650 kg) mit dem Ton fis.
 

 

Der Innenraum

Die Ausstattung des Innenraumes ist schlicht und funktional im Stil der neuen Sachlichkeit der 30er Jahre. Das Material ist klug ausgewählt und sorgfältig verarbeitet: Terrakottafarbene  Steinfliesen schaffen einen Übergang vom alltäglichen Straßenpflaster zum sonntäglichen Kirchenraum. Wer in den Bänken Platz nimmt, hat wärmendes, edles Eichenholzparkett unter den Füßen.

 

Der Altar

Die Apsis (Altarrückwand) mit dem großen hölzernen Christus-Kreuz und dem aus Klinkern gemauerten Altar ist der zentrale Ort in der Kirche. Erst kürzlich wurden die geometrischen Ornamente freigelegt, die lange überstrichen waren. Sie sind in Berlin einzigartig und hinterlassen einen besonderen Eindruck. Sie wurden in der Intonaco-Technik gefertigt, die von Michelangelo bei den Fresken in der Sixtinischen Kapelle angewendet wurde.

 

Die Decke

Die Decke, Empore und Brüstungen sind aus Kiefernholz gefertigt und mit Schrift und christlichen Symbolen des süddeutschen Bildhauers und Holzschnitzers Joseph Wackerle (1880-1959) dekoriert.
 
 
 

 

Die Kirchenfenster

Die ursprünglichen Kirchenfenster aus marmoriertem Antikglas sind linksseitig erhalten geblieben. Sie stammen aus der Werkstatt Gottfried Heinersdorffs (Berlin-Treptow). Sie tragen christlich-biblische Symbole, aber auch das Wappen der Familie Siemens, das eine weiße Rübe mit Wurzeln zwischen zwei Sternen zeigt. Das dem Altar nahegelegene Fenster wurde von Heinrich Kroppenstedt, dem ersten Pfarrer der Gemeinde gestiftet. Es ist dem Gedächtnis der Vorgängerkirche gewidmet, die jetzt in Hakenfelde als „Wichernkapelle“ der Gemeinde als Kirche dient.

 

Die Orgel

Eine von der Ludwigsburger Orgelbaufirma Walcker 1931 erbaute Orgel erfreut Gottesdienst- und Konzertbesucher mit ihrem originalen Klangbild der spätromantischen Orgelbewegung. Sie wurde 2004/05 grundsaniert und kann nach Voranmeldung besichtigt werden.

 

Der Name

Ihren Namen erhielt die Kirche 1991 zum 60-jährigen Jubiläum in Anlehnung an den Namen des Jugendhauses im Kroppenstedtweg. Damit verbunden war der Einbau des Christophorusfensters des Siemensstädter Künstlers Siegmund Hahn (1926-2009).

 

Weiterführende Informationen zur Kirche

Weitere Informationen zur Innenausstattung der Kirche und zur Geschichte des Stadtteils und ihrer beiden Kirchen (St. Joseph und Christophorus) finden Sie im Kunstführer: „Die Siedlung ‚Heimat’ in Berlin-Siemensstadt und ihre Kirchen“ von Dr. Bettina Held, erschienen im Deutscher Kunstverlag 2009.

 

Weiterführende Informationen zum Standteil, zur Kirche und zur Gemeinde

Ausführliche Informationen zum Stadtteil, zur Kirche und zur Gemeinde lesen Sie in der empfehlenswerten Festschrift der Gemeinde: „100 Jahre evangelischer Gottesdienst – 75 Jahre Christophoruskirche“, August 2006, herausgegeben vom Gemeindekirchenrat, erhältlich im Gemeindebüro und in der Offenen Kirche.

 

Besichtigung

während der Offenen Kirche, nach Gottesdiensten und nach Verabredung

 

 

Letzte Änderung am: 07.11.2016